10
Jan
2018

Sachlichkeit statt Ideologie gefordert

Dieter Scheuch

Ein kräftiges Plus verzeichnete Statistik Austria bei der Zahl der Pkw-Neuzulassungen 2017. Der Zuwachs betrug 7,2 % und liegt damit nur knapp 3.000 Stück unter dem Allzeit-Rekord von 2011.

Dr. Peter Laimer von Statistik Austria: „Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 353.320 Pkw neu zugelassen“, was einem Plus von 7,2 % gegenüber dem Jahr 2016 (329.604 Stück) entspreche und nach 2011 (356.145 Stück) „der zweithöchste jemals erhobene Wert ist“.

 

Importeurssprecher Günther Kerle betonte die „enorme und gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung“ der Automobilwirtschaft für Österreich: Es sei daher legitim „von der Politik zu fordern, dass alle künftigen Maßnahmen nach sachlichen Kriterien geprüft und nicht nach fragwürdigen, ideologischen Grundsätzen entschieden werden“.

 

Im Zusammenhang mit der Debatte um Dieselfahrzeuge wies Kerle darauf hin, dass bei allen Messstellen in verkehrsnahen Zonen die Schadstoffe seit 2013 eklatant zurückgegangen seien.

 

BGO Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner betonte, dass „sich das Jahr 2017 sehr positiv entwickelt“ habe, räumte allerdings ein, dass „man auch klar sagen muss, dass die Kurzzulassungen erheblich gestiegen sind“. Für die 1. Jahreshälfte 2018 rechnet Edelsbrunner damit, „dass sich der Markt etwa gleich entwickeln wird wie 2017“: Man habe „eine gute Wirtschaftslage und somit wird sich der positive Trend fortsetzen“. Die Marktentwicklung werde aber auch davon abhängen, „welche Maßnahmen von politischer Seite gesetzt werden“. Es dürfe keine Fahrverbote für ordnungsgemäß zugelassene Fahrzeuge geben, Abgaswerte sollten auf europäischer Ebene festgesetzt werden.

 

Hinweis: Die ersten Fotos der Vienna Autoshow 2018 finden Sie hier. 





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